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Die GS Altenmünster verfügt seit 5 Jahren über ein erfolgreiches und portierbares Medienunterrichtskonzept, das bereits im Schuljahr 2011/12 durch den Bildungspakt Bayern (Kultusministerium und Verband der bayrischen Wirtschaft) im Bereich „Innere Schulentwicklung“ mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Alle 44 i.s.i-Schulen in Bayern (davon 6 schwäbische Schulen) sind mittlerweile im i.s.i-Netzwerk integriert und informieren über die jeweiligen Best – Practice - Komponenten innerhalb sowie über die Netzwerkgrenzen hinaus. In diesem Rahmen fand bereits zum zweiten Mal der MeBiAl (MedienBildungAltenmünster) – Tag an der GS Altenmünster statt.

 

Nach der i.s.i-Auszeichnung 2012 war das Medienkonzept nun die Grundlage für die erfolgreiche Bewerbung für das ISB-Projekt „Referenzschule für Medienbildung“ (RfM), das im Oktober 2012 mit der medialen Ausstattung des ersten Klassenzimmers startete. Einige Wochen lang wurde der Prototyp in einem Gruppenraum aufgebaut getestet, optimiert und überprüft. Erst nachdem die unkomplizierte und einfache Nutzung des Medienequipments durch das Lehrerinnenkollegium und die SchülerInnen bestätigt wurde, war der Klassenzimmereinbau möglich.

 

Dem ersten Klassenzimmer folgten relativ schnell zwei weitere Klassenzimmer, somit war die Ausstattungsquote von 50 % erreicht. Die ursprünglich geplante Nutzung des Medienequipments für alle Lehrerinnen und SchülerInnen durch gezielte Klassenzimmerbelegung und periodischem Klassenzimmertausch erwies sich schnell als nicht wirklich praktikabel.

Bereits nach einigen Monaten wollten die glücklichen Besitzer (Lehrerin wie SchülerInnen) das digitale Medienequipment im Tausch gegen ein „analoges Klassenzimmer„ nicht mehr abgeben, die anderen Lehrerinnen und SchülerInnen waren verständlicherweise auch sehr an einer digitalen Ausstattung interessiert. Letztendlich stieg die Nachfrage von Elternseite nach gleichen Chancen (= gleiche Ausstattung) für alle SchülerInnen stetig an, in der Folge wurden 3 weitere Klassenzimmer mit dem medialen Lehrerarbeitsplatz + Schülernotebooks ausgestattet. In der aktuellen Endausbaustufe kann an der GS Altenmünster in 7 Klassenzimmern, einem Medienraum und einem WTG-Raum Unterricht in analoger (grüne Tafel) und digitaler Form (Lehrerarbeitsplatz) erteilt werden.

Entsprechend dem i.s.i-Netzwerk ist auch auf der Ebene der RfM die Weitergabe erfolgreicher Konzepte (Multiplikation) gewünscht bzw. gefordert. In den letzten 3 Jahren waren 33 interessierte Schulen zu Gast in Altenmünster, mehrere Sachaufwandsträger und die Universität Augsburg.

 

Das Medienkonzept wurde mehrfach komplett oder teilweise übernommen. Derzeit sind 44 Klassenzimmer in 6 Schulen mit dem Mediensystem Altenmünster ausgestattet, insgesamt 122 Notebooks im Einsatz.

 

In 4 Grundschulen (Altenmünster, Adelsried, Emersacker und Westendorf) sind die Medienmodule im Unterricht integriert, im Schuljahr 2015/2016 haben 79 SchülerInnen der 2. Klasse, 100 SchülerInnen der 3. Klasse und 90 SchülerInnen der 4. Klasse die Medienmodule an den 4 Schulen durchlaufen.

In Zahlen: 79 Plakate, 100 Buchseiten und 190 digitale Präsentationen, zusammen 369 Präsentationsvorträge vor Elternpublikum.

In den 4 Schuljahren von 2012 bis 2016 wurden 116 Wikipedia-Artikel in der Grundschulwikipedia neu erstellt bzw. restrukturiert und ergänzt. 

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Eine technische Kennzahl: Entsprechend den Betriebsstundenaufzeichungen laufen die Lehrerarbeitsplätze ca. 600 Stunden p.a., entspricht ca. 3,5 Unterrichsstunden pro Tag in jedem Klassenzimmer.

 

Die einfache Bedienungsmöglichkeit durch Lehrer und Schüler, die gewinnbringende, zeitgemäße Unterrichtsoptimierung, die hohe Betriebsstabilität bei vertretbaren Kosten sind die Kernpunkte des erfolgreichen Medienequipments der GS Altenmünster.

owDie Grundschule Altenmünster arbeitet seit einigen Jahren mit Dipl. Wirtschaftsingenieur Ottmar Wiedemann zusammen. Was als externe Kurse „Präsentieren wie die Profis“ begann, hat sich im Zuge der Referenzschule für Medien zu einem zentralen Bestandteil der Medienarbeit entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit dem Kollegium ist es so möglich, mediale Unterrichtsprojekte durchzuführen, die ohne einen Experten in dieser Form und in diesem Umfang nicht realisierbar wären.

Ottmar Wiedemann entwickelt zudem das technische Konzept der Referenzschule, setzt Hard- und Software-Lösungen um und sorgt durch hausinterne Schulungen für das nötige technische Know how bei den Lehrerinnen und SchülerInnen.

Der verantwortungsbewusste, reflektierte und effektive Umgang mit Medien gilt heute neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kulturtechnik. Die bayerischen Schulen haben dementsprechend die Aufgabe, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler besonders zu fördern.

Im Rahmen des Projektes „Referenzschule für Medienbildung“ soll deshalb bis 2016 sukzessive ein Netzwerk von insgesamt ca. 150 Referenzschulen aller Schularten aufgebaut werden, die Wege aufzeigen, wie dieser Herausforderung begegnet werden kann.

Der Status „Referenzschule für Medienbildung“ wird Schulen verliehen, die einen nachhaltigen Qualitätsentwicklungsprozess im Medienbereich in Gang gesetzt bzw. weitergeführt und diesen Prozess in einem Medienentwicklungsplan transparent dokumentiert haben. Im Fokus stehen dabei die Stärkung der Medienkompetenz der Schüler und die weitere Verbesserung der Unterrichtsqualität. Dies soll vor allem durch die Implementierung schulspezifischer Medien- und Methodencurricula und eine systematische schulinterne Lehrerfortbildung im Bereich der Medienbildung erreicht werden.

Quelle: www.mebis.bayern.de/top-themen/projekt-referenzschule-fur-medienbildung/