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Am 08.03.2018 findet an der Universität Augsburg die LeHet-Fortbildungsveranstaltung "Digitale Bildungsmedien in der Schule" statt.

3 Schulen, die Grundschule Altenmünster, die Realschule Bobingen und das Jakob-Fugger-Gymnasium Augsburg stellen in  moderierten Videos (jeweils 20 min) reale digitale Unterrichtssitationen dar, um mögliche Vorgehensweisen zur Vermittelung digitaler Medienkompetenzen zu visualisieren.

An der GS Altenmünster ist der Bereich E-Learning (Virtuelles Klassenzimmer) die fundamentale Basis für die weiteren Medienmodule und die digitalen Unterrichtsanwendungen. Die medientechnische Anwendung "Virtuelles Klassenzimmer" wird als Spiralcurriculum von der 2. bis zur 4. Klasse in altersgerechten Stufen vermitttelt und jeweils im Unterricht bzw. zu Hause nahezu permanent angewendet.

Das Video zeigt letztendlich die 3 Sequenzen:

  • Anwendungstechnische Ausbildung
  • Nutzung in der 2. Klassenstufe (Anfängerbereich)
  • Nutzung in der 4. Klassenstufe (Fortgeschrittenenbereich)

 

Am 12.01.2018 wurden nun während des Regelunterrichts in 3 Räumen mit jeweils 3 Kameras die entsprechenden Aufnahmen durch ein professionelles Filmteam aufgenommen.
3 Kameras, mehrere Mikrofone, zwei fremde Personen im Klassenzimmer - eine gänzliche neue Situation für die SchülerInnen, aber auch für die beiden Lehrerinnen Frau Hermine Rieser und Frau Doris Wallenta.
Im Interviewmodus stellten Frau Andrea Frank und Herr Daniel Fischer diverse Anwendungsbeispiele des Virtuellen Klassenzimmers aus dem Unterricht vor.

Die Moderationsaufgabe an der Universität Augsburg übernimmt die Schulleiterin Frau Ute Wiedemann.

Impressionen vom "Drehtag":

 

 

MeBiAl 2018, der dritte Medienbildungstag in Altenmünster, ist grundsätzlich eine bayernweit angebotene Veranstaltung für alle Schularten, war dieses Jahr aber aus Kapazitätsgründen auf den Grundschulbereich begrenzt.

46 Teilnehmer aus 14 regionalen und überregionalen Schulen (z.B. aus der Oberpfalz), dem Sachaufwandsträgerbereich und der Universität Augsburg interessierten sich für die Umsetzung des Medienkonzeptes an der GS Altenmünster, die gegebenen Rahmenbedigungen und die bisherigen Erfahrungswerte.

Der Übergang von Industrie 2.0 auf Industrie 3.0 in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends, dargestellt auf der Basis von zwei realen Beispielen, zeigte den Vorgang eines Technologiesprunges und die konkreten Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Auch in der Schulwelt wird die kommende Digitalisierung eine ähnliche Veränderung im täglichen Unterrichtsgeschehen erzwingen. Nur einen Beamer ins Klassenzimmer einbauen erzeugt noch keinen digitalen Unterricht. Nur auf dem Tablett wischen - das ist keine Medienkompetenz. Der Mensch muss umdenken, das technische Equipment erfordert auch eine Veränderung des Berufbildes des Lehrers.

Der Übergang von Industrie 3.0 auf Industrie 4.0 wird weitreichende Folgen haben, der 3D-Drucker wird im Produktionsbereich völlig neue Maßstäbe und Anforderungen setzen und die Arbeitswelt verändern.

ET (educational technology) statt IT, ein interessanter Ansatz, der kleineren Schulen die Möglichkeit der erfolgreichen Digitalisierung bietet, allerdings nur in enger Zusammenarbeit mit dem Sachaufwandsträger. 

Das Medienkonzept - die grundlegende Überlegungen sollten den zu erreichenden Kompetenzzielen gelten.

Entsprechend sind Detailziele zu definieren, die entsprechenden Betriebsmittel zu projektieren und letztendlich die Fortbildungstruktur zu planen.

Die GS Altenmünster optimiert derzeit, zusammen mit den Partnerschulen Emersacker und Adelsried, die Fortbildungsgestaltung und arbeitet im BarCamp-Modus.

Im letzten Teil der Veranstaltung - dem Praxisteil - war die Möglichkeit des realen Testens des Medienequipments und des Erfahrungsaustausches gegeben. Fr. Scherer, Fr. Frank, H. Fischer und die Schulleiterin Fr. Wiedemann zeigten an verschiedenen Stationen diverse Unterrichtsbeispiele.

 

 

Die Farben stehen für Funktionen: gelb - Schulleitung, rot/orange - LehrerInnen, blau - Sachaufwandsträger

 

 

Die Grundschule Altenmünster unterrichtet seit Jahren erfolgreich auf der Basis eines digitalen Medienkonzeptes, das über die 4 Grundschuljahre jedem Schüler innerhalb eines strukturierten Curriculums belastbare, überprüfbare Medienkompetenzen vermittelt.

Dieses Konzept wurde im Rahmen der Referenzschule für Medienbildung in den Medienkoordinator des mebis-Systems des Kultusministeriums eingebunden. Die Stiftung Bildungspakt Bayern hatte das Medienkonzept der Grundschule Altenmünster bereits 2012 mit der Auszeichnung „Innere Schulentwicklung Innovationspreis“ gewürdigt.

Seit 2016 arbeitet die GS Altenmünster in der Werkstatt Digital (38 Schulen aus allen Bundesländern, davon 5 aus Bayern) ländergrenzenübergreifend an zukunftsorientierten Medienkonzepten. Die Werkstatt Digital ist die Arbeitsgruppe des Forums Bildung Digitalisierung, getragen von 7 Stiftungen (Deutsche Telekom, Bertelsmann, Siemens, Robert Bosch, Dieter Schwarz Stiftung, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Mercator).

Alle bayerischen Schulen haben nun die Aufgabe ein tragfähiges Medienkonzept zu entwickeln, bestehend aus Mediencurriculum, technischem Ausstattungsplan und einem Fortbildungskonzept für das Lehrerkollegium.

Unter der Thematik „Medienkonzept – Planung und Realisierung“ veranstaltet die GS Altenmünster den 3. MeBiAl auf besonderen Wunsch einiger Schulen kurzfristig am 09.01.2018 / 14.00 – 17.00 Uhr / Schulhaus Altenmünster.

Das Medienkonzept der GS Altenmünster wird nicht durch die übliche externe IT, sondern durch ET (Educational Technology) gestützt und orientiert sich an den Anforderungen durch Industrie 4.0, der sich schnell wandelnden Arbeitswelt. Primär für kleine Schulen im ländlichen Raum entwickelt ist das Konzept multiplikationsfähig, die Grundschulen Altenmünster, Emersacker und Adelsried arbeiten auf der Basis des Medienkonzeptes bereits zusammen. 

 

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Nach der Konzeptvorstellung sollte die Veranstaltung allen Beteiligten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten, auf der Basis von Gemeinsamkeiten einen effektiven Start in die Konzepterstellung bzw. die Konkretisierung erster Überlegungen ermöglichen. Ein wesentlicher Punkt in der Digitalisierung von Schulen ist die Hardware- / Softwarebeschaffung, ein irreversibler Vorgang durch den Verbrauch von Steuermitteln. Deshalb sind zu dieser Veranstaltung neben Schulleitern und Lehrern insbesondere Vertreter der Sachaufwandsträger eingeladen. Im Konzept der GS Altenmünster arbeiten Schulleitung, Lehrerkollegium, Schulverband und Eltern eng zusammen – erfahrungsgemäß der zentrale Grundpfeiler einer erfolgreichen Entwicklung von der analogen zur digitalen Grundschule.

 

Anmeldung bitte über FIBS

Die digitale Entwicklung an Schulen erfordert neben dem Mediencurriclum und dem technischen Ausstattungsplan auch ein Fortbildungskonzept.

Im Rahmen der Zusammenarbeit im medientechnischen Bereich testeten die Lehrerkollegien der 3 Grundschulen Altenmünster, Emersacker und Adelsried gemeinsam einen offenen Fortbildungmodus: BarCamp.

Es wurden 3 Fortbildungen, jeweils 2 mal, mit zwischenliegender Pause angeboten:

  • Learning Apps mit Audio - Andrea Frank
  • Interaktive Tafelbilder mit Draw - Daniel Fischer
  • Lernvideos für das virtuelle Klassenzimmer mit Dokumentenkamera - Ottmar Wiedemann

 

Eine neue Vorgehensweise:

Der Termin wird langfristig fixiert, die Themen kurzfristig nach Bedarf / Angebot des digitalen Fortschrittes der LehrerInnen durch eine Umfrage aufgesetzt.

 

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Der Auftakt im Lehrerzimmer der GS Emersacker.

 

Die Homepagesoftware der Grundschule Altenmünster benötigt in unregelmäßigen Abständen ein größeres Softwareupdate, dies wird - wie bei anderen Programmen auch - vorab angekündigt.

Aktuell ist wieder ein Update einzuspielen, unmittelbar nach dem Login im Administratorenbereich zeigen sich diverse technische Informationen und eine Doppelstatistik.

Normalerweise bleiben diese Statistikangaben vom Admin unbeachtet, aber in diesem Fall spiegelt sich eine deutliche Entwicklung der letzten 5 Jahre wieder. 

 

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Am 06.12.2012 startete an der Grundschule Altenmünster das virtuelle Elternklassenzimmer, eine Moodle-Installation parallel zum offiziellen Mebis-System des Kultusministeriums. Primär als reines Elternklassenzimmer gedacht, wurden aber relativ schnell auch die SchülerInnen als User auf der Basis eines anonymisierten Nummernkreismodus eingeschrieben.
Grund: Die Passwortdefinition des Mebis-Systems war für Grundschüler viel zu komplex, sie scheiterten praktisch an der Eingangstür zum virtuellen Klassenzimmer.

Mittlerweile gehört das E-Learningsystem zum Tagesgeschäft, ab der 2. Klasse üben und arbeiten die SchülerInnen online - in der Schule und zu Hause.

Die Anzahl der Kurse steigt stetig, komplette Lehrplaninhalte werden digital abgebildet und bieten eine besondere Form der Individualisierung. So können die SchülerInnen z. B. die Lernvideos, die von den eigenen LehrerInnen erstellt werden, zu Hause so oft ansehen wie sie möchten, für die Eltern spiegelt sich der Unterrichtinhalt direkt wieder.

Die Statistik zeigt beeindruckende 16.800 Logins in 5 Jahren. 
Ausgehend von der Tatsache, dass in den ersten Jahren das System eher langsam angelaufen ist, kann man hier keine lineare Entwicklung der Zugriffszahlen zu Grunde legen. Die wesentliche Zunahme der Logins erfolgte in den letzten beiden Schuljahren.

Darüberhinaus wird deutlich, welche Schwerpunktinformationen von der Homepage abgerufen werden - mittlerweile auch von diversen schulischen und schulnahen Institutionen deutschlandweit.

50 Jahre Schulhaus Altenmünster / 5 Jahre Digitalisierte Unterrichtsformen - wie die Zeit vergeht ......  

Das "neue" Schulhaus wurde für alle Schüler gebaut, auch die digitalen Unterrichtseinheiten finden in allen Klassen, für alle SchülerInnen statt. Jeder / Jede SchülerIn hat Zugang zur Turnhalle, zum Werkraum, zum realen Klassenzimmer, aber auch zum virtuellen Klassenzimmer
Alle LehrerInnen bieten ausnahmlos analogen und digitalen Unterricht an, ermöglicht auch durch den Sachaufwandsträger, der mit Weitblick eine auf die mediale Schülerkompentenz ausgerichtete, ergebnisorientierte Medienausstattung bereits vor Jahren in allen Klassenzimmern realisiert hat.